Bekanntmachungen und Mitteilungen des Hess. Kultusministeriums Nr. 01 vom 15. Januar 1998, ABl. 2/98, S. 151

 

Auch im neuen Jahr wird Gesundheitserziehung an Hessens Schulen groß geschrieben. Bereits vorhandene unterschiedliche Aktivitäten in der Gesundheitsförderung will das „Hessische Netzwerk Gesunde Schule“ zusammenführen, das aus den Erfahrungen zweier erfolgreicher Modellversuche zur Gesundheitserziehung profitieren kann. Kultusminister Hartmut Holzapfel stellte das Netzwerk heute in Wiesbaden vor. 

Das Hessische Netzwerk Gesunde Schule hat seine Arbeit aufgenommen. Hervorgegangen ist es aus den Modellversuchen „GUKIS“ (Gesundheitserziehung und Krebsprävention an Schulen) und „Netzwerk Gesunde Schule“, die 1996 bzw. 1997 ausgelaufen waren. Ziel des Netzwerks ist es

  • die bereits an hessischen Schulen vorhandenen vielfältigen Aktivitäten auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung zusammenzuführen; 
  • die Erfahrungen der Schulen, die bereits auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung aktiv sind, auszuwerten, aufzuarbeiten und anderen Schulen zur Verfügung zu stellen; 
  • einen ständigen Austausch an Informationen zwischen den Schulen sicherzustellen, die sich dem Hessischen Netzwerk Gesunde Schule angeschlossen haben; 
  • die Bereitstellung von Informationen zum Thema „Gesundheitsförderung“ für alle hessischen Schulen. 

Wichtige Eckpfeiler des Hessischen Netzwerkes Gesunde Schule sind, so der Kultusminister, drei Servicestellen, die an den Pädagogischen Instituten in Nordhessen, Mittelhessen und Starkenburg eingerichtet wurden. Sie stehen den Schulen mit Rat und Tat bei der Entwicklung schulspezifischer Konzepte für die Gesundheitsförderung zur Verfügung. 

Im Aufbau befindet sich auch eine virtuelle Servicestelle. Diese nutzt die neuen Möglichkeiten der Informationsvermittlung und -weitergabe im Internet. Auf einer eigenen Homepage (http://www.hage.de) sollen Informationen rund um das Thema gesunde Schule zur Verfügung gestellt werden. In einem ersten Schritt werden möglichst viele Informationsmöglichkeiten miteinander verknüpft, um so den Schulen, die sich über Aktionsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung informieren wollen, die Informationsbeschaffung zu erleichtern. In weiteren Schritten ist vorgesehen, die virtuelle Servicestelle auch zur Informationsdrehscheibe zwischen allen beteiligten Schulen am Hessischen Netzwerk Gesunde Schule zu machen. Die Homepage wird demnächst auch über den hessischen Bildungsserver erreichbar sein. 

Beim Informationsaustausch will man sich aber nicht auf virtuelle Medien beschränken: 

Es ist vorgegeben, im Rahmen eines Runden Tisches zweimal im Jahr die Möglichkeit zum Gedankenaustausch zu geben. Dort werden auch die anderen Institutionen und Einrichtungen einbezogen, die außerhalb der Schule auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung tätig sind. 

„Mit dem Hessischen Netzwerk Gesunde Schule wird ein weiterer Schritt in Richtung Gesundheitsförderung und deren Verankerung im Schulalltag gegangen“, bekräftigte Kultusminister Holzapfel. Damit werde dem im Hessischen Schulgesetz postulierten allgemeinen Bildungs- und Erziehungsziel „Gesundheitserziehung“ ein Stück mehr Rechnung getragen. 

Für den schnellen Kontakt: 

Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Regionen sind: 

  • am Pädagogischen Institut Nordhessen: Jürgen Schales von der Georg-August-Zinn-Schule in Kassel, 
  • am Pädagogischen Institut Mittelhessen: Dr. Cornelia Faber von der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg 
  • am Pädagogischen Institut Starkenburg: Gisela Scheiber vom Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim.